Vescova
Perfekter Klang, perfektes Design
Wie Ihre Schwestern, die Cassiano und die Arabba ist auch die Vescova mit den neuen und einzigartigen Keramiklautsprechern der Firma Accuton, beheimatet in Bexbach bei Kaiserslautern, ausgestattet. Diese Technologie ist teuer – aber eben auch einzigartig. Ein neues Material, das den Lautsprecherbau revolutionieren kann?
Keramik – ein faszinierender Werkstoff
In der Geschichte des HiFi wurde nie mit Superlativen gegeizt. Jedes neue Material, speziell bei Lautsprechermembranen, wurde als der endgültige Heilsbringer angesehen. Nach dem Papier kamen Kunststoffe mit phantasievollen Namen, dann kam wieder Papier, jetzt mit Beschichtung. Danach folgte die Ära der gefüllten Polymer-Kunststoffe, der Kohlefaser- und Kevlarmembranen, wiederum gefolgt von Papiermembranen, die dann endgültig von Metallmembranen verdrängt werden sollten, bis sie im neuen Jahrtausend wieder diese verdrängten. Wehe der Firma, die sich auf ein Material versteifte!
Im Grunde genommen geht es immer darum, grundverschiedene Materialeigenschaften in einem „Stoff“ zu vereinen. Steife Membranen sind für Tieftonwiedergabe ideal, resonieren aber bei mittleren bis hohen Frequenzen und bündeln zu früh. Weiche Membranen haben nicht diesen Tiefton-Punch, bündeln dafür aber erst bei höheren und zeigen kaum Resonanzen. Sie klingen allerdings auch immer etwas müde, weil die Membranen den starken Beschleunigungen nicht folgen können. Es ist eben wie immer in der Welt der Physik: man muss den besten Kompromiss aus allen Eigenschaften finden. In Mehrwegesystemen verwendeten deshalb clevere Entwickler grundverschiedene Materialien, bis man merkte, dass man dann wirklich ein Dreiwegesystem hatte: Bass, Mittelton und Hochtöner spielten zwar jeder für sich perfekt, aber völlig anharmonisch aneinander vorbei. Der Hörer hörte wirklich drei Lautsprecher in einer Box heraus, die Homogenität der Musik war wie weggeblasen.
Die Materialien harmonierten nicht. Messtechnisch gesehen war alles in Ordnung. Nur das Ohr weigerte sich, den ankommenden Schall auch wirklich als Musik zu akzeptieren. Deshalb verwendeten wir bei Isophon bis Ende der 90er Jahre ausschließlich beschichtete Papiermembranen. Papier gehört zu den weichen Werkstoffen mit hoher innerer Dämpfung. Und dann kam Keramik, der zweite Weg.
Die Vescova von unten:
Auch die Vescova besitzt unser bewährtes Raumanpassungssystem. Mit Hilfe einer Brücke lässt sich die Lautstärke des Basses an den Raum und die Aufstellung anpassen. Der untere Tieftöner arbeitet auf ein Bassreflexgehäuse, das nach unten ventiliert ist. Dadurch erreicht die Vescova eine sehr gleichmäßige Raumanregung. Die Spikes vermitteln Halt und entkoppeln das Gehäuse wirkungsvoll vom Fußboden.
Wie schon bei der Cassiano befüllen wir auch das Tief-Mitteltongehäuse der Vescova mit unserem neuem Dämmmaterial Twaron® . Twaron hat sich in Verbindung mit Schafwolle als das geeignetste Dämmmaterial für Keramikmembranen heraus gestellt, da es die Luftigkeit der Lautsprecherchassis erhält, Gehäuseresonanzen aber vollständig unterdrückt. Sie hören nichts mehr von dem Gehäuse, das hinter dem Tief-Mitteltöner sitzt, der Lautsprecher spielt völlig losgelöst und frei.
Klar, dass wir auch bei der Auswahl der Frequenzweichenkomponenten nicht gespart haben. Edle Spulen und Kondensatoren von Mundorf bringen vom straffen Bass bis zur höchstaufgelösten Hochtonwiedergabe alle Feinheiten der Musik angenehm zur Geltung. Ein WBT-Terminal, höhenverstellbare Metallspikes und unsere bekannte und bewährte Raumanpassungsmöglichkeit in drei Stufen sind auf dem Boden der Vescova angeordnet, unsichtbar aber leicht zugänglich beim ersten Anschließen an Ihren Verstärker.

